Abpumpen hilft nicht? Warum die Milchpumpe oft versagt

· 866 Wörter Abpumpen bei Milchstau , Milchpumpe , Milchstau , Oxytocin , nichts hilft

Du sitzt da.

Der Motor der Milchpumpe surrt. Es ist ein Rhythmus, der sich anfühlt wie Arbeit. Nicht wie Stillen.

Vielleicht hoffst du jedes Mal: Heute geht es. Heute löst sich der Druck. Heute wird es leichter.

Und dann kommt wieder nur ein bisschen. Oder gar nichts. Oder es wird sogar schlimmer: Du bist angespannt, genervt, müde. Dein Körper reagiert, als würdest du ihn zu etwas zwingen.

Wenn du das kennst: Du bist nicht „kompliziert“. Du bist nicht „zu schwach“. Du bist eine Frau, deren Körper gerade etwas sehr Echtes sagt.

Milchpumpe vs. Handentleerung – worum es wirklich geht

Oberflächlich klingt es wie eine Technik-Frage: Was ist effektiver? Pumpe oder Hand?

Aber unter der Oberfläche ist es oft etwas anderes.

Die Milchpumpe ist kalt, neutral, gleichförmig. Deine Hand ist warm, lebendig, mit dir verbunden.

Und dieser Unterschied ist nicht Esoterik. Er ist Biologie.

Warum Milchstau nicht nur „Milch“ ist

Milchstau fühlt sich körperlich an.

Spannung. Druck. Schmerz. Dieses Brennen, das jede Bewegung zu viel macht.

Und trotzdem hängt der Milchfluss nicht nur an „Menge“ oder „Stärke“.

Der Milchspendereflex ist ein Reflex. Reflexe brauchen ein Nervensystem, das nicht im Alarm ist.

Wenn du innerlich in Dauer-Anspannung lebst, kann dein Körper den Schalter schwerer umlegen: von „aushalten“ zu „loslassen“.

Und hier kommen zwei Begriffe ins Spiel, die du vielleicht schon tausendmal gehört hast – aber die plötzlich Sinn ergeben, wenn man sie nicht technisch erklärt, sondern menschlich:

  • Stress macht dich eng.
  • Oxytocin macht dich weich.

→ Verstehe hier, warum die Ursache wichtiger ist als jede Technik

Oxytocin ist das Hormon, das mit Verbindung, Vertrauen und Bindung zusammenhängt. Es spielt beim Stillen eine zentrale Rolle.

Forscherinnen haben z.B. gemessen, dass Oxytocin bei Nähe (Hautkontakt) messbar ansteigt (Silva et al., 2020).

Und ja: Auch bei tiefer körperlicher Intimität wurde ein Anstieg beobachtet (Carmichael et al., 1987). Nicht als „Tabu“, sondern als Hinweis darauf, wie stark Oxytocin auf echte Nähe reagiert.

Das ist der Punkt:

Dein Körper ist nicht gegen dich. Er reagiert auf deine Realität.

Warum sich Abpumpen für viele Frauen wie Scheitern anfühlt

Viele Frauen erzählen nicht, wie hart es ist. Weil sie denken, sie müssten „funktionieren“.

Aber Abpumpen ist für viele genau das Gegenteil von Entlastung:

Du sitzt still. Du zählst Minuten. Du beobachtest Tropfen. Du hörst ein Geräusch, das dich nicht tröstet.

Und während du wartest, läuft in dir ein leiser Film:

Was stimmt nicht mit mir? Warum geht das bei anderen? Warum kann ich das nicht einfach lösen?

Milchstau trifft dann nicht nur deine Brust. Er trifft deine Würde.

Was die Hand oft „besser“ macht – ohne dass es Magie ist

Wenn wir ehrlich sind, geht es nicht darum, dass eine Hand „stärker“ ist als eine Pumpe.

Es geht darum, dass dein Körper deiner Hand eher glaubt.

Weil sie zu dir gehört. Weil du dich dabei nicht ausgeliefert fühlst. Weil du spürst, dass du noch da bist – nicht nur eine Maschine, die an dir arbeitet.

Und trotzdem: Auch die Hand ist nicht die endgültige Antwort.

Wenn du komplett allein bist. Wenn du nachts mit Baby aufwachst und niemand übernimmt. Wenn du jeden Tag die Zähne zusammenbeisst.

Dann kann selbst das „Bessere“ sich nur anfühlen wie: noch ein Ding, das ich allein machen muss.

Das unausgesprochene Thema: Du brauchst Entlastung – nicht nur Entleerung

Manchmal ist der härteste Satz nicht „Ich habe Milchstau“.

Der härteste Satz ist:

„Ich halte das alleine.“

Weil niemand da ist. Weil du dich nicht traust, zu fragen. Weil du gelernt hast, dass Bedürfnisse stören.

Aber Stillen ist keine Ein-Frau-Disziplin.

Stillen ist ein Beziehungs-Thema.

Nicht unbedingt, weil du „Hilfe brauchst“. Sondern weil dein Körper Nähe braucht, damit er wieder Vertrauen findet.

Ein Mann, der wirklich da ist, ist nicht „ein Bonus“. Er kann der Unterschied sein zwischen: Ich kämpfe und ich darf loslassen.

Wenn du dir wünschst, dass jemand dich hält, statt dich zu optimieren

Ich bin Simon.

Diese Seite ist keine Dienstleistung. Ich verkaufe nichts. Ich suche eine Frau, die gerade zu viel alleine trägt – und die sich vorstellen kann, Hilfe nicht nur zu „bekommen“, sondern zuzulassen.

Ich glaube nicht, dass du ein neues System brauchst. Ich glaube, du brauchst einen Menschen.

Einen Mann, der:

  • nicht bewertet
  • nicht drängt
  • nicht „kluge Tipps“ gibt
  • sondern da ist – ruhig, präsent, respektvoll

Und ja: Ich meine Nähe nicht als nettes Wort. Ich meine echte, körperliche Präsenz. Die Art von Nähe, bei der dein Nervensystem merkt: Ich bin nicht mehr allein.

Kurzer Sicherheits-Hinweis (ohne Panik)

Wenn du starke Schmerzen hast, Fieber bekommst oder unsicher bist, was gerade in deinem Körper passiert, nimm das ernst.

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Nicht perfekt. Nicht lang. Auch nur ein „Hallo” reicht.

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Über den Autor

Simon H. ist kein Therapeut und kein Experte – er ist ein Mann, der eine ehrliche Verbindung sucht. Seine Überzeugung: Die Lösung für viele körperliche Blockaden liegt nicht in Symptombehandlung, sondern in menschlicher Nähe und echtem Vertrauen.

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